Zehn Fragen
(zum Aufruf des Apostels Paulus)
| 1. | Kann ein Christ seinen Glauben dadurch zerstören, dass er zu ehrliche Fragen stellt? |
| 2. | Kann Christus seine Gemeinde nicht mehr bewahren, wenn sie gründlich nachdenkt? |
| 3. | Ist es Unrecht, Widersprüchen in der Ethik auf den Grund zu gehen? |
| 4. | Darf man anderen Religionen etwas vorwerfen, was man im eigenen Glauben duldet? |
| 5. | Dient es der Ehre Gottes, wenn der Gläubige übertreibt oder verharmlost, damit andere glauben können? |
| 6. | Ist es verkehrt, sich zu fragen, ob der Gläubige nur an den Glauben glaubt oder an einen wirklichen existierenden Gott, der in alle Wahrheit leitet? Ist es sinnvoll, zwischen eingebildetem und wirklichen Glauben zu unterscheiden? |
| 7. | Sollte der Gläubige zwischen religiösen Bedürfnissen und geistlichen Motiven unterscheiden können? Ist es sinnvoll, zwischen sozial-religiösen Prozessen in einer christlich geprägten Gruppe und geistlichem Zusammenwachsen der „Gemeinschaft der Heiligen“ zu unterscheiden? |
| 8. | Kann ein Lehrer des christlichen Glaubens verpflichtet sein, zu riskanter Theologie zu schweigen um des lieben Friedens mit anderen Gläubigen willen? |
| 9. | Sollte ein Gemeindeleiter oder ein Seelsorger diese Fragen ehrlich und gründlich beantworten können? |
| 10. | Darf ein Christ solche Fragen stellen und eine ehrliche Antwort erwarten? |
Gläubige, die sich um ehrliche Antworten auf diese Fragen bemühen, werden die Erfahrung machen, dass die Bibel auf diesem Weg Lösungen für wenigstens drei große Probleme schenkt, mit denen die herkömmliche bibeltreue Theologie bislang überfordert ist.
Über diese Lösungen informieren drei Broschüren, die auf dieser WebSite kostenlos heruntergeladen werden können.
Diese Probleme sind:
(1) Unsichere Heilsgewissheit (Das Script Nr 2 "Der Sturz ins schwarze Loch" zeigt die Situation am Beispiel des schwierigsten Falles: der Angst, die unvergebbare Sünde begangen zu haben.)
(2) Widersprüchliche Ethik und Pädagogik, die destruktives Missverstehen biblischer Aussagen begünstigt. (Das Script Nr 3 "Biblische Logik": stellt ein verbessertes bibeltreues Konzept vor, indem es den "Schlüssel der Auslegung" verwendet, den Jesus gebrauchte.)
(3) Mangelhafte Schutzmaßnahmen in der Gemeinde gegen Straftaten. (Über die seelsorgerlich- pädagogische Verantwortung und wirksamen Schutz informiert das Script No 4 "Liebe ohne Fairness". Solche unmittelbare in der Praxis anwendbaren Hilfen werden selten oder gar nicht angeboten.)
Warum sind gute Lösungen für diese drei - wahrlich nicht nebensächlichen - Probleme kaum bekannt?
Leider sind immer noch so viele Gläubige davon überzeugt, dass es Fragen gibt, die der Glaube nicht verkraftet, die glauben, dass Gott von ihnen manchmal erwarte, etwas Krummes gerade zu nennen, die glauben, dass sie selbstverständlich das Recht haben, Ungerechtigkeiten im eigenen Glauben zu entschuldigen, die sie anderen Religionen vorwerfen würden, die glauben, dass Übertreibung oder Verharmlosung ein notwendiges und erlaubtes Mittel der Glaubenssicherung sei...
Sie mögen es nicht offen zugeben, aber sie reagieren unverwechselbar auf "zu ehrliche" Fragen - nämlich mit
SCHWEIGEN
Aber sie sehen sich als diejenigen, die vorrangig dazu berufen sind, Menschen über Gottes Wahrheit und Gerechtigkeit zu belehren...
...und die die Pflicht haben, alle zurückzudrängen und möglichst zum Schweigen zu bringen, die nicht in der Lage sind, ihren Glauben mit unglaubwürdigen Machenschaften zu stärken.
Von Gläubigen dieser Denkart wurde einst belehrt ein Mann, der wahrlich genug zu ertragen hatte, nämlich der arme Hiob.
Offenbar hat bisher der Aufruf des Apostels Paulus in etlichen Gemeinden und Institutionen keinen nennenswerten Eindruck hinterlassen. Die Folgen für junge Menschen, die behutsam in diese Geisteshaltung hineinmanovriert werden, können verheerend sein. Doch in welcher Gemeinde werden Folgeschäden einer mangelhaften Theologie ehrlich dokumentiert?
Urteilen Sie selbst auf der Grundlage dieser Untersuchung, die die Gefahren und Risiken einer vermeintlich christlichen Pädagogik aufdeckt.
Aufruf des Paulus
Liebe Brüder, vermeidet das kindische Denken!
Im Bösen, darin sollt ihr unerfahren sein wie Kinder!
Denken aber sollt ihr wie reife, erwachsene Menschen!
(1.Kor 14,20)
Natürlich gilt dieser Aufruf nicht für Kinder und geistig behinderte Glaubensgeschwister. Jesus hat sie uns mit ihrem kindlichem Vertrauen und anderen guten Eigenschaften zum Vorbild gesetzt. Wie immer man selbst sich zu dem Aufruf des Paulus stellt, sicher ist eins: Gläubige, die Verantwortung in Leitung und Lehre tragen und Entscheidungen zum Wohl der Gemeinde fällen müssen, sind sicherlich hier gemeint. Sie dürfen sich kindliches Denken nicht erlauben! Kindliches Denken schont die Gefühle - erwachsenes Denken kann sehr gefühlsstörend und beschwerlich sein. Doch ist niemand gezwungen, der Gemeinde in Leitung und Lehre zu dienen.