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"Schatzkiste"

 

1. Preise für eine Bibel im Laufe der Zeit...

Die Technik macht es heute preiswert eine Bibel herzustellen. Ihren wirklichen Wert kann man daher nicht am heutigen Buchpreis ablesen. Was würden Menschen zahlen, wenn es diese Technik nicht gäbe, um eine einzige Bibel zu besitzen. Oder fragen wir anders: was haben sie für eine Bibel gezahlt?

1309 verkauften die Nonnen eines Klosters eine vierbändige Bibel zum Preis von 16 Mark reinen Silbers, das entsprach dem Wert eines Rittergutes.

1388 erwarb die Abtei 'Johannesberg' eine Bibel zum Preis von 70 florentinischen Goldgulden. 1 bis 2 Goldgulden sind der Preis für einen fetten Ochsen. Also: eine stattliche Rinderherde für eine einzige Bibel.

1452 fing GUTENBERG damit an, die Bibel zu drucken. Die Angaben über den Preis seiner Pergamentbibel werden verschieden angegeben: 60 bis 100 Gulden. Der Jahreslohn eines Schreibers betrug 10 Gulden, wovon er gut leben konnte.

1490 war das Jahresgehalt eines fürstlichen Leibarztes 48 Gulden. Ein Paar Ochsen kostete 7,5 Gulden, ein Pferd 20 bis 25 Gulden. So kann man sagen, daß der Wert einer Gutenberg-Bibel dem heutigen Wert eines Autos entspräche...

1534 erschien Luthers Vollbibel. Sie kostete 2 Gulden und acht Groschen, das war der Preis für 5 Kälber. Eine andere Überlieferung sagt: die Bibel kostete 5 Gulden, das entspräche dem Gehalt eines Professors für 2 bis 3 Monate.

1641 kostete die KURFÜRSTENBIBEL 6 Taler, das war der niedrigste Preis bisher. Jahresgehalt eines Professors: 80 bis 100 Taler. Diese erste Billig-Bibel war für die Verbreitung der Bibel angesichts der Not im Dreißigjährigen Krieg wichtig.

1712 wurde es in Halle der Cansteinschen Bibelanstalt möglich, mit einem neuen Stereotypverfahren einen neuen Billigdruck herauszubringen. Das Neue Testament kostete 2 Groschen, die ganze Bibel 6 bis 9 Groschen (1713). Das ist der Wert von einem Paar Damenschuhen./p>

1997 Die neue Gute Nachricht Bibel kostet in einer Sonderausgabe DM 10,00.

Aus dem „Bibelpartner Rundbrief 1997 Nr. 1" der Württembergischen Bibelgesellschaft Stuttgart (gekürzt)
Preise der Bibel [pdf-Download]

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2. Was ist so kostbar?

Die Bibel teilt uns etwas Unglaubliches mit: dass Gott an einer Freundschaft mit jedem Menschen interessiert ist. Sie zeigt zugleich einen Weg, auf dem man erfahren kann, dass es sich hier nicht um religiöses Wunschdenken handelt, sondern um eine Tatsache.

Wenn das tatsächlich wahr sein sollte...

Es gibt viele menschliche Vorstellungen von Gott. Manche stellen ihn sich als eine Art Gas vor, das alles durchdringt und irgendwie belebt. Gott ist aber nicht gesichtslos. Er hat auch nicht zwei Gesichter, ein gutes und ein böses. Jesus Christus zeigt uns, wie Gott tatsächlich ist:

"Wer mich sieht, sieht den Vater....(Joh 14,9)"

Deswegen ist das Weihnachtfest neben dem Osterfest das schönste Fest der Menschheit.

Ist nicht die Erkenntnis ein Grund zum Feiern, dass Gott nicht unpersönlich und weit weg von den Menschen gesucht werden muss, sondern dass er aus Liebe selbst zu ihnen gekommen und menschliche Gestalt angenommen hat, um ihr Vertrauen zu gewinnen?

Gott wartet auf den Menschen, der sich von ihm entfernt und in Schuld und Unrecht verstrickt hat, wie ein Vater auf den verschollenen Sohn.

Bild: Rückkehr des verlorenen Sohnes
(Public Domain Bilddatei aus Wikimedia Commons: Rembrandt: Return of the Prodigal son)

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3. Kennen Sie Jesus?

Warum tritt uns Gott, der doch nur eine Person ist (5.Mo 6,4), nicht nur in der Gestalt des Vaters, sondern auch in der Gestalt seines Sohnes entgegen?

Weil ihm Ehrfurcht und Respekt ein zu geringes Ziel sind, und er darüber hinaus das Herz des Menschen gewinnen will. Kostbarster Gewinn sind ihm Menschen, dir ihr Leben seiner Führung freiwillig anvertrauen und so leben wollen, dass sie wie "Brüder" an den "Sohn" erinnern.

Nehmen Sie doch einmal eine Bibel zur Hand und schlagen Sie selber nach, was die Bibel über diese Freundschaft sagt:

Freundschaft mit Gott [pdf-Download]

Die Bibel nennt Gott "Vater", weil in der jüdischen und in der römischen Kultur, in der die Schreiber der Bibel lebten, der Vater derjenige war, der das Erbe verteilte. Der Vater gibt das Erbe an seinen Sohn. Die Menschen, die seinem "Sohn" vertrauen, werden "Miterben". Worin dieses Erbe konkret besteht, lässt die Bibel weitgehend offen. Aber die Glaubensfreude und Liebe, die im Gläubigen wächst, lässt ihn erkennen, dass es etwas außerordentlich Wunderbares sein muss.

Wilhelm Busch: Jesus unser Schicksal; gekürzte Ausgabe (PDF-Datei)

Sei lau oder schau...!

Ist der Glaube lau und fade.
bei dir, bei andern, ist es schade.
Gott hat ihn anders sich gedacht:
als Feuerbrand, hell angefacht.
als Dynamit, der Felsen sprengt.
Wem wird diese Kraft geschenkt?

Kann man sie sich ganz einfach holen
durch lautes Rufen von Parolen?
Durch Schimpfen auf die vielen Christen,
die einfach nicht so lau sein müßten...?

Ist es so, dass Glauben findet,
wer in frommem Dienst sich schindet?
Wächst erst dann des Glaubens Stärke,
wenn man sich müht um fromme Werke?

Wenn jemand peinigt sein Gewissen,
wird da Gott nicht geben müssen
den starken Glauben, der ihm fehlt...?
So hofft mancher, der sich quält.

Oder wächst der Glaube schon
durch fromme Gefühlsexplosion,
durch Sensation, durch viel Ekstase...?
...Ist´s nur eine Seifenblase?

Soll man sich auf andere stützen
und so dem eignen Glauben nützen?
Genügt´s, wenn ich den Meister höre
und blind auf seine Worte schwöre?

Herr, Deine Stimme zu erkennen...
schenk mir! ...statt Menschen nachzurennen!

Lass mich erkennen, wer du wirklich bist...!
Dann weiß ich, was dem Glauben möglich ist!

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4. Auch kleine Gedichte machen uns Jesus groß...

 Ein kleiner Schatz ernsthafter und heiterer Gedichte, Lieder und Texte (von Wolf Rahn)

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5. Fundgrube für lehrreiche und interessante Bibelstunden

bitte hier klicken...

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